Ein Meilenstein im World Building – Mein erstes Königreich ist fertig!
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Es ist endlich geschafft! Am 28.03.2025 habe ich das World Building für das erste Königreich meiner Fantasy-Welt abgeschlossen – ein riesiger Meilenstein für mich. Ein halbes Jahr voller Ideen, Fragen und Strukturierung hat es gebraucht, bis ich zufrieden war. Und um ehrlich zu sein, ich bin mir sicher, dass ich mit der Zeit noch Details hinzufügen werde. Aber jetzt steht das Grundgerüst, und das fühlt sich einfach nur großartig an!
Vielleicht klingt das für manche nach „nur einem Königreich“, aber der Anfang ist oft das Schwerste. Mit diesem Blueprint wird es hoffentlich schneller gehen, die anderen Königreiche zu entwickeln – und dann wartet die eigentliche Arbeit: die Bücher! Zwar habe ich parallel schon an einer Geschichte gearbeitet, aber jetzt gibt es keine Ausreden mehr.
Der Prozess des World Buildings: Von Chaos zur Struktur
Das größte Problem am Anfang? Der Überblick. Ideen kamen und gingen, ich schrieb sie wild in Dokumente, speicherte sie ab und fragte mich Wochen später: Was zum Teufel habe ich mir dabei gedacht? Aber Stück für Stück ergab sich ein Bild.
World Building ist ein riesiges Frage-Antwort-Spiel. Jede Antwort wirft neue Fragen auf:
Wo liegen die Königreiche?
Wie sind die Lebensbedingungen?
Welche einzigartigen Elemente zeichnen sie aus?
Wie beeinflusst der Hauptkonflikt diese Welt?
Gerade bei meinem ersten Königreich, das Fortschritt, Magie und Technologie vereint, war es eine Herausforderung, keine Klischees zu bedienen. Ich mag Steampunk nicht wirklich – zumindest nicht in der klassischen Form. Also wollte ich etwas Eigenes erschaffen, einen Mix aus Zukunft, Magie und Fantasy.
Mein Problem? Ich habe null Ahnung von Infrastruktur oder technologischen Prinzipien. Ich bin froh, wenn Dinge einfach funktionieren, ohne dass ich sie hinterfrage. Also musste ich einen neuen, für mich logischen Weg finden, der dennoch Sinn ergibt, falls jemand nachfragt.
Aber genau das ist World Building: Es ist faszinierend, fordernd, manchmal nervig, aber unglaublich spannend.
Wie alles begann: Der Ursprung meiner Welt
Letztendlich hat mein World Building nicht erst mit dem ersten Königreich angefangen, sondern viel früher – mit der Entstehungsgeschichte meiner Welt.
Wie entstand die Welt?
Welche Ziele hatten die Götter?
Welcher Hauptkonflikt prägt alles?
Mit diesen Grundpfeilern begann ich dann, mein erstes Königreich zu gestalten. Ich stellte mir Fragen über seine Rolle in der Welt, seine Struktur, Gesellschaft und Kultur. Es war ein ständiges Puzzle aus neuen Ideen, historischen Ereignissen und magischen Konzepten.
Und es hörte nicht bei den großen Fragen auf. Selbst kleine Details wie Flora, Fauna und Wirtschaftssysteme beeinflussen das Leben der Bewohner. Welche Kräuter gibt es? Wie wird Handel betrieben? All das formt eine lebendige Welt.
Der größte Tipp für angehende Fantasy Autoren
Was ich gelernt habe? Struktur ist alles.
Meine Notizen waren anfangs überall verstreut. Google Docs voller ungeordneter Ideen. Mein Tipp:
Sammelt Ideen an einem Ort.
Sortiert sie später in ein strukturiertes Dokument.
Erstellt einen Blueprint, den ihr jederzeit erweitern könnt.
So behält man den Überblick, ohne dass gute Ideen verloren gehen.
Mein Fahrplan für Thal’draen:
Entstehung & Bedeutung
Schlüsselfiguren & Herrschaftssystem
Rolle in der Welt & politische Strukturen
Gesellschaft, Kultur & Magiesystem
Technologie, Infrastruktur & Wirtschaft
Konflikte & Herausforderungen
Flora, Fauna & Ressourcen
Dieser Fahrplan hilft mir, zukünftige Königreiche schneller zu entwickeln.
Herausforderungen beim World Building – Meine größten Stolpersteine
World Building ist unglaublich spannend, aber auch verdammt herausfordernd. Während der letzten sechs Monate bin ich immer wieder an Punkte gestoßen, die mich ins Grübeln gebracht oder mich ausgebremst haben. Hier sind einige der größten Hürden, die mir begegnet sind – und vielleicht auch dich erwarten könnten:
1. Eine konsistente Welt erschaffen
Mit jedem neuen Detail stellte sich die Frage: Passt das überhaupt zusammen? Magie, Technologie, Gesellschaftsstrukturen – alles musste logisch ineinandergreifen, damit sich die Welt echt anfühlt. Ich wollte keine plötzlichen Widersprüche oder Elemente, die keinen Sinn ergeben. Aber genau das ist schwieriger als gedacht!
2. Technologie & Magie in Balance halten
Ich liebe den Gedanken, Fantasy mit futuristischen Elementen zu kombinieren, aber das Gleichgewicht zu halten, war eine echte Herausforderung. Wie viel Fortschritt ist in einer magischen Welt zu viel? Warum sollte Magie Wissenschaft ersetzen oder ergänzen? Und vor allem: Wie kann ich das Ganze glaubwürdig umsetzen, ohne in typische Steampunk-Klischees zu verfallen?
3. Die Gesellschaft glaubwürdig gestalten
Welche politische Struktur herrscht in meiner Welt? Wie sind die Klassenverhältnisse? Gibt es Diskriminierung, Vorurteile oder soziale Ungleichheit? Gesellschaftliche Dynamiken formen eine Welt genauso wie ihre Magie oder ihre Landschaften. Ich wollte vermeiden, dass alles nur schwarz-weiß wirkt. Und ich kann dir sagen, dieser Part ist eine echte Herausforderung! Wenn nur deine eigene Sichtweise in die Welt einfließt, kann sie schnell eintönig wirken. Auch Perspektiven, die du nicht unterstützt oder an die du vielleicht nicht einmal denkst, sollten zumindest im Hinterkopf bleiben – denn sie existieren in jeder Gesellschaft.
5. Die richtigen Fragen stellen
Je mehr ich mich mit meiner Welt beschäftigt habe, desto mehr Fragen tauchten auf. Manche waren leicht zu beantworten, andere haben mich tagelang beschäftigt. Ich habe schnell gemerkt, dass es nicht reicht, nur eine schöne Kulisse zu erschaffen – die Welt muss auch „leben“. Ich habe gelernt, mich nicht nur auf Ästhetik zu fokussieren, sondern auch auf den Alltag der Bewohner. Die Herausforderung ist, aber auch nicht zu viele Fragen zu stellen. Es gibt Informationen, die man einfach so akzeptiert, wie sie sind. Ich habe mich in Fantasy-Settings zum Beispiel nie gefragt, warum bestimmte Charaktere bestimmte Fähigkeiten haben. Manchmal reicht es einfach, dass eine Feuernation eben eine Feuernation mit Feuerbändigern ist – wenn du verstehst, was ich meine. Man kann sich theoretisch zu Tode fragen, aber wie tief muss man wirklich gehen? Ich neige dazu, mich in Details zu verlieren. Flora, Fauna, Wirtschaftssysteme, Religionen – alles ist interessant! Aber ich musste mich auch fragen: Welche Informationen sind wirklich relevant für die Geschichte? Wo verliere ich mich in Kleinigkeiten, die am Ende keinen Mehrwert bringen?
Mein Tipp:
Frag deine Freunde, welche Informationen zu einem bestimmten Thema für sie wirklich wichtig wären. So bekommst du eine andere Perspektive und kannst einschätzen, was essenziell ist und was vielleicht nur ein nettes Detail am Rande. Du kannst natürlich immer zusätzliche Informationen aufschreiben – für später oder für einen Blogpost –, aber wenn es um das grundlegende World Building geht, bleib bei den Fakten.
Weitere Herausforderungen im World Building
Falls du selbst eine Welt erschaffst, könnten dir diese Herausforderungen ebenfalls begegnen:
Die Welt muss zur Geschichte passen: Nicht jede Idee, so cool sie auch ist, macht deine Story besser.
Sprache & Namensgebung: Einzigartige, aber trotzdem stimmige Namen zu finden, kann echt schwer sein.
Wie viel Realität soll einfließen? Soll die Welt stark an unsere angelehnt sein oder komplett eigene Regeln haben?
Kulturelle Inspiration: Ohne Stereotypen oder unfreiwillige Klischees abzudriften, ist manchmal knifflig.
Physik & Logik: Wie beeinflusst Magie die Naturgesetze? Kann eine Welt mit drei Sonnen wirklich überleben?
Fazit: World Building ist ein endloser Prozess
Ich habe gelernt, dass World Building nie wirklich „fertig“ ist. Jedes neue Detail, jede Geschichte kann die Welt weiterentwickeln. Und genau das macht es so spannend!
Falls du auch an einer eigenen Welt arbeitest – bleib dran! Jeder Schritt bringt dich näher zu einer lebendigen, glaubwürdigen Welt. Der Schlüssel liegt darin, flexibel zu bleiben und nicht in Perfektionismus zu erstarren – denn eine Welt wächst mit der Zeit.
Reflexionsfragen für dein eigenes World Building:
Hast du eine klare Entstehungsgeschichte und einen Hauptkonflikt für deine Welt?
Welche einzigartigen Elemente machen dein Setting besonders?
Gibt es eine Balance zwischen Magie, Technologie und Gesellschaft?
Hast du dein Magiesystem logisch durchdacht?
Wie beeinflussen Politik, Religion und Kultur deine Welt?
Falls du mehr über Thal’draen oder mein Universum erfahren möchtest, stöbere gerne in diesem Blog! Und jetzt gönne ich mir erst mal eine Pause – bevor ich mich wieder kopfüber in Ananthara verliere.